Infobrief Nr. 2 im September 2014

Liebe Paten unserer Waisenkinder in Eritrea, liebe Freunde und Spender,

Schwierigkeiten sind Gelegenheiten, Gottes Hilfe und Fürsorge kennenzulernen. Das konnten wir in den letzten Monaten "buchstabieren": Beides, Schwierigkeiten und Nöte in Eritrea und auch Gottes Hilfe und Fürsorge dort und hier. Wir kamen oft an unsere Grenzen und dachten: Wie soll es nur weitergehen? Es ging weiter! Gott sorgte für lebensnotwendige Überraschungen. Er half schreckliche Zeiten zu überwinden und Gutes in sich aufzunehmen! Wenn wir nun wieder einmal "schöne Fotos" schicken, sind das leider keine Zeichen dafür, dass es unseren Freunden in Eritrea gut geht. Mitten in viel Hunger, Problemen und Nöten sorgt Gott für wohltuende Höhepunkte. Die Betroffenen sind so dankbar dafür, dass wir ihnen helfen durchzuhalten! Wir zeigen hier einige Beispiele:

Trotz Hungersnot, ausgetrockneten Wiesen und Feldern und großer Armut ist der jährliche Schülerausflug eine große Freude! Keiner der Schüler findet diesen Tag selbstverständlich.

Auch unsere Lehrer leben mit ihren Familien in sehr bescheidenen Verhältnissen. Sie wohnen in 2 Zimmern zu 8 - 10 Personen auf dem Grundstück des Waisenhauses. Trotzdem, Besuch ist jederzeit willkommen!

Der 2. Bauabschnitt der Highschool in Decamhare ist fast fertig. Im September wird die neue Schule in Betrieb genommen. Die Baukosten sind noch nicht beglichen!

Die Atmosphäre im Waisenhaus ist weiter fröhlich, die schulischen Ergebnisse super!!!

Unser ehemaliger Schulrektor Tesfalem verlor vor 2 Jahren seine Frau durch Krebs. Er fand eine neue Lebensgefährtin und Mutter für seine Kinder. Einer unserer Freunde finanzierte sein Studium und die Versorgung der Kinder!

Das wunderbare, kostenlose "Lokal" unter freiem Himmel ist sehr beliebt als Ausflugsort bei Schülern wie bei Lehrern. Unter seinem Dach haben über 100 Personen Platz und Schutz vor der brennenden Sonne.

Unsere Lehrer stehen da mit leeren Tellern, lee-ren Taschen und vollen Terminkalendern. Es gibt zu wenig Lehrer! So müssen die vorhandenen oft 2- oder 3-fach besetzt unterrichten. Und das bei sehr geringem Lohn!

Es ist wie bei der Geschichte von der Speisung der 5000: Alle wurden satt! Hier wurde das Essen aus der Küche des Waisenhauses mitgebracht. Trotzdem gilt: Es ist ein Wunder, dass es in Eritrea noch keine Hungertoten gibt.

Nicht nur die Ausbildung der Schüler, auch Seminare für Lehrer und Mitarbeiter sind der Faith Mission wichtig. Die Lehrerinnen bringen einfach ihre Kinder mit ins Seminar.

Die Ausweitung der Elterntage ist ein großer Erfolg und landesweit im Gespräch. Hier können die Eltern unserer Schüler offen Fragen stellen und sich austauschen. Sehr Mut machend!

Gerne würden wir Ihnen auch "Bilder der Not" zeigen, um Ihnen einen echten Einblick zu geben. Aber keiner lässt sich gerne in Lumpen, mit abgelaufenen Schuhen oder mit traurigem Gesicht fotografieren. Die schönen Hochzeitskleider sind geliehen, die Notunterkünfte der Lehrerfamilien sind echt! Übrigens: Durch den Neubau der Highschool können wir natürlich viel mehr Schüler aufnehmen. Das ganze Volk profitiert davon! Aber wir brauchen mehr Lehrer und natürlich Lehrergehälter. Wer hilft mit?

Unsere Überweisungen kommen zum Glück weiter an und werden uns schriftlich bestätigt. Gott sei Dank! So lange wir können, wollen wir mit Ihrer Hilfe unseren Freunden in Eritrea "Hilfe zur Selbsthilfe" schicken. Sie gehen damit verantwortlich um. Danke für Ihr Vertrauen, Ihre Gebete und Ihre Überraschungen auf unserem Spendenkonto!!!

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Es grüßt Sie herzlich der Vorstand von „Weiterleben“

Hanna Stieglitz