Infobrief Nr. 3 2007

Liebe Paten der Waisenkinder in Eritrea, liebe Freunde und Spender!

Wer den Armen in seiner Not verspottet, sich nicht um ihn kümmert, verhöhnt dessen Schöpfer. (Sprüche 17,5)

Das ist ein gewaltiges Wort: Den Armen zu verspotten heißt einfach, ihn zu ignorieren, sich nicht um ihn zu kümmern. Damit verhöhnen wir Gott? Ja! Wir erleben unglaublich großes Vertrauen der eritreischen Christen in einen starken Gott, der hilft. Aber wir sind Gottes Stellvertreter, sein "Bodenpersonal". Gottes Hilfe geht durch unsere Hände! Das haben Sie, liebe Freunde, immer wieder gezeigt.

Jetzt, vor Weihnachten, denken wir besonders an unsere Kinder im Waisenhaus - und an alle 113 Angestellten der Faith Mission. Von 169 Waisenkindern in Decamhare sind 167 unsere Patenkinder. Dazu kommen 958 Tagesschüler. In Decamhare allein leben also 1.127 Schüler mit ihren Lehrerfamilien. Es wäre wichtig auch in diesem Jahr der Not in Eritrea, ein Zeichen entgegen zu setzen. Z. B. jedem Mitarbeiter, Lehrer, Schulrektor, Pastor, die Möglichkeit zu geben, ein Kleidungsstück zu kaufen. Die Schulrektoren überlegen mit den Lehrern zusammen, was die Kinder in diesem Jahr nötig haben. Das richtet sich natürlich nach dem Betrag, den wir ihnen überweisen.

Auf den 12 Stationen der Faith Mission werden insgesamt 3.155 Schüler unterrichtet und 169 Waisenkinder versorgt. Es ist weiter sehr notvoll, in Eritrea zu leben. Durch den starken Regen wurde viel Mutterboden weggeschwemmt, aber es gibt Getreide und Gemüse. Es ist bei der unglaublichen Verteuerung der Grundnahrungsmittel geblieben. Die Wirtschaft Eritreas ist zerstört, da alle, Männer wie Frauen bis 50 Jahre, an der Front bzw. im Wiederaufbau des Landes für den Staat arbeiten. Ausgenommen sind Schüler und Studenten.

Die beiden Schulrektoren aus Decamhare schickten mir eine lange Liste mit Fotos aus der Elementaryschool und ein Gruppenbild aus der Highschool. Durch meine gesundheitlichen Einschränkungen haben die Paten noch nicht ihre persönlichen Patenbriefe bekommen. Sie werden schnellstmöglich auf den Weg gebracht. Das schon mal vorweg: Der Arbeit im Waisenhaus mit allen Kindern und Lehrern geht's gut. Auch Dank Ihrer Hilfe!!!

Wir wünschen Ihnen allen eine schöne und reiche "stille Zeit" und ein gesegnetes Weihnachtsfest. Gott segne Sie dafür, dass Sie gerne helfen, Not zu lindern.

Es grüßt Sie herzlich der Vorstand von "Weiterleben"

Hanna Stieglitz