Infobrief Nr. 3 2008

Liebe Paten der Waisenkinder in Eritrea, liebe Freunde und Spender!

"Der Segen der Vergangenheit reicht nicht für die Nöte von heute!"

Dieser Vers aus den Morgengrüßen war der Einstieg in unser Fest am 20.09.08. Er traf genau in unsere Situation: Wir haben so viel Grund zu danken, wenn wir auf 25 Jahre treue Hilfe Gottes zurückblicken. In unmöglichen Situationen hat er Wege geöffnet und insgesamt 1.5 Mio. € "locker gemacht". Das ist viel Geld, das viel Not lindern konnte!!! Trotzdem müssen wir immer wieder neu lernen in "den Nöten von heute" zu vertrauen. ...

Knapp 50 Gäste waren gekommen. Wir feierten gemeinsam in einem festlich geschmückten Gemeindesaal am Westring, hielten Rückblick in die kleinen Anfänge unserer Arbeit und staunten darüber, was daraus geworden ist! Wir waren sehr bunt gemischt als alte und neue Freunde, sangen gemeinsam, hörten viel Mut machende Nachrichten, freuten uns über Christophs Andacht und über ein Interview mit Missionar Amine, unserer ersten Begegnung mit Eriträern 1980. Mit unserem Schatzmeister Olaf staunten wir über den wachsenden Spendeneingang! Für Pastor Bereket aus Eritrea war es ein überraschendes Erlebnis, an unserem Fest teilzunehmen. Zu seiner Freude gab es auch eritreisches Essen - und richtig süßen Nachtisch. Beeindruckend waren die Bilder der Anfänge in Eritrea 1983. Wir konnten gemeinsam verfolgen, was aus unseren kleinen Waisenkindern inzwischen geworden ist. Bauprojekte, Werkstätten, Schulen, Gärten sind entstanden. Wir sahen Bilder von der Aufforstung einer Gegend, unserer Aktion "work for food", von unseren Witwen und ihren Projekten, den "Eselfrauen", unseren Rentnern und Lehrern usw.. Wir genossen ein super Buffet, das uns Freunde und Mitglieder spendeten. Einfach lecker! Ein gelungenes Fest!

Bei aller Freude und Dankbarkeit berührt uns die Not in Eritrea umso mehr: Ein wirklicher Engpass bleibt der Kauf von Grundnahrungsmitteln für unsere Kinder und die "needy people" in der Faith Mission. Ich sprach mit unserem Missionsdirektor Asmelash über die beste Möglichkeit der Hilfe. Man kann noch auf dem Markt oder bei der Regierung Getreide kaufen, aber es ist sehr teuer. 100 kg Getreide kosten 150 € und reichen 1 ½ Monate für eine 8-köpfige Familie zum Brot und Teitas backen. Wenn sie noch andere Lebensmittel geschenkt bekommen, 2 Monate. Ein Supermonats-
gehalt beträgt 77 €. Die Faith Mission zahlt ihren Angestellten monatlich zusätzlich 40 € Nahrungsmittelgeld, sonst könnte keiner überleben. Es regnete nur in wenigen Dörfern. Dort kann man auch etwas ernten. Doch in ganz Eritrea reicht die Ernte nicht. Es gibt existenziell Hunger! Man spricht von vielen Hungertoten, wenn nicht rechtzeitig Hilfe kommt.

Noch eine wichtige Nachricht:
Unter der bisherigen E-Mail-Adresse sind wir nicht mehr zu erreichen. Unsere neue E-Mail-Adresse: h.stieglitz@weiterleben-eritrea.de

Danke für Ihr Interesse an unserer Arbeit, für Ihre Gebete und Gaben!
Es grüßt Sie herzlich der Vorstand von "Weiterleben"

Hanna Stieglitz