Infobrief Nr. 3 2011

Liebe Paten der Waisenkinder in Eritrea, liebe Freunde und Spender!

Eine volle und spannende Zeit liegt hinter uns. Gott hat unser Vertrauen sehr geprüft. Oft haben wir nicht gewusst, wie es weitergehen sollte. Wir müssen Sie einfach wissen lassen, was uns so sehr bewegt hat:
Pastor A., unser lieber Freund und Mitarbeiter im Waisenzentrum in Decamhare, war fast erblindet und brauchte in Deutschland Hilfe. Unser Vorstand musste absagen, weil wir kein Geld zur Verfügung hatten, keinen Chirurgen kannten, der die Augen-OP vornehmen würde, keine Familie ihn für 6 Wochen aufnehmen und begleiten konnte, und wir keinen Weg der Nachsorge sahen. Nach einigen Wochen kamen 2 große Überweisungen an, ein Arzt fand sich, der kostenlos operieren würde, eine eritreische Familie erklärte sich bereit, für ihn zu sorgen, und eine Wuppertaler Praxis übernahm gerne die Nachsorge. Wir konnten es nicht fassen! Unser Freund A. durfte kommen. Nachdem die Behörden endlich zugestimmt hatten, kam unser Gast an. Die Vorgeschichte war lang und zermürbend!!! Der Termin zur Vorbereitung der Augen-OP konnte eingehalten werden. 3% Sehkraft ist nicht viel! Die Aussichten waren schlecht. Aber die OP gelang! Patient A. kann nun die Spitze seiner Insulin-Spritze sehen!!! Die Ärzte können es nicht glauben und sind begeistert! Da A. schlecht hörte, brauchte er auch noch Hörgeräte und eine Ohr-OP wurde erforderlich! Wegen weiterer Beschwerden, bemühten wir das Tropeninstitut Hamburg. Sonographie, Untersuchungen, Laborbefunde folgten. Das Ganze war reichlich viel Aufregung. Acht Ärzte und eine Akustikerin halfen uns! Alle ohne Honorar! Uns blieben noch die Reise-, Krankenhaus- und Aufenthaltskosten zu zahlen. Aber 30 Arzttermine brauchten Kraft und Zeit! Alle liebevollen und fürsorglichen Begegnungen zu schildern, würde Seiten brauchen! Die Depression unseres Patienten fiel von ihm ab. Er war ein neuer Mensch geworden. Er konnte sehen! Er konnte hören! Die Ohr-OP war rechtzeitig! Durch tägliche Spaziergänge wurde er wieder fit. Die Gastgeberfamilie leistete unglaublich viel! Nun ist unser Freund wieder im Dienst im Waisenzentrum und erzählt allen, was Gott und Menschen ihm Gutes getan haben! Alle sind sehr glücklich und dankbar!
„Gott zu vertrauen ist wichtiger, als ihn verstehen zu wollen!“ ( Morgengrüße). Verstanden haben wir die immer neuen Probleme nicht! Aber wir alle haben versucht, trotzdem Gott zu vertrauen. Er hat uns mächtig überrascht!

Er hat uns auch mächtig überrascht, mit Ihrer Bereitwilligkeit dem Hunger in Eritrea zu begegnen. 55.000 €, davon 31.280 € gegen den Hunger, konnten wir weiterleiten! Sie alle haben damit unglaublich viel geholfen! Danke! Danke!

Mit dieser Post kommt nun endlich die versprochene Überraschung: Ein, wie wir finden, sehr schön gewordener Flyer. Unsere neuen Mitarbeiter, Wolfgang und Bärbel Wirths, haben den Druck vermittelt. Er wurde gespendet! Herr Wirths hat sich bereits auf den Weg gemacht, die Wuppertaler Gemeinden zu besuchen und ihnen unsere neuen Flyer und Plakate vorzustellen. Falls Sie auch Interesse daran haben, melden Sie sich bitte.

Zuletzt erinnern wir wieder an „Weihnachten“ für unsere Kinder und Mitarbeiterfamilien. Sie werden sich wohl in diesem Jahr kein Kleidungsstück kaufen können. Es wäre aber schön, wenn sie an den Festtagen genug zu essen hätten! Wir sind sehr dankbar dafür, dass Sie trotz der engeren Zeiten so lieb an unsere Freunde in Eritrea denken!.

Wir wünschen Ihnen eine schöne Advents- und Weihnachtszeit und ein von Gott bewahrtes neues Jahr 2012!

Es grüßt Sie herzlich der Vorstand von „Weiterleben“.

Hanna Stieglitz