Infobrief Nr. 3 2012

Liebe Paten unserer Waisenkinder in Eritrea, liebe Freunde und Spender!

Wir grüßen Sie alle herzlich, jetzt, im trüben November, mit ermutigenden Nachrichten aus unserer Arbeit in Eritrea. „Ich behalte einen Segen, indem ich ihn weitergebe!“ (Morgengrüße) Das stimmt! Wir haben den Vorteil, dass wir „an der Quelle sitzen“ und immer direkten Zugang zu den Nöten und Engpässen – aber auch zu den Freuden und Überraschungen in Eritrea haben. Wir sind in gutem Kontakt mit den Schulrektoren. Sie halten uns auf dem aktuellen Stand. Wir beteten gemeinsam am Telefon darum, dass Gott sich über den Hunger im Waisenhaus und unter den Mitarbeitern erbarmt und selbst die Fürsorge übernimmt. Einen Tag später schenkte uns eine Hilfsorganisation 10.000 € für Nahrungsmittel!!! Wer erlebt schon solche Überraschung? Das geht nicht immer so. Aber wir haben viel Grund zum Staunen:

Inzwischen hat unser Partner in Eritrea, die Faith Mission, 8 Schulen mit insgesamt 4.021 Schülern. Man kann überall im Land die Schüler erkennen. Z.B. gelbe Schulkleidung in Decamhare, blaue in der Schule in Keren, rote in Tserona und grüne in Tocombia. 135 Mitarbeiter, und ihre Familien tun eine wunderbare Arbeit. Unsere Schwerpunkte sind ja die Schulen und Waisenhäuser in Decamhare. Dort erhöhte sich die Zahl der Schüler auf 1.207 in der High school und 944 Schüler in der Elementary school. 180 unserer Patenkinder gehen einen guten Weg. Toll! 29 Patenschaften müssen neu besetzt werden, weil unsere Kinder jetzt auf eigenen Füßen stehen. Das ist ein gesunder Erfolg! Sobald die Unterlagen der Kinder kommen, werde ich sie an die Paten weiterleiten. Derzeit befinden sich 64 unserer Kinder in der Elementary school und auch 64 Kinder in der High school. 19 Abiturienten besuchen das College und nur 4 sind beim Militär.

Wir erwähnten im letzten Infobrief die nötige Erweiterung der High school. Die Vorschriften der Regierung sind verbindlich: 16 Klassenräume, Labor- und Computer-Säle, Bibliothek... Kosten: 2 Mill. €! Da halten wir die Luft an – und beten!

Eine andere Überraschung kam aus Südkorea:
Eine Frau sah im Fernsehen einen Bericht über Brunnenbau in Afrika. Sie war sehr beeindruckt davon, dass man für 3.000 € ein ganzes Dorf mit Wasser versorgen kann und schickte diesen Betrag an ihre Freundin in Deutschland. Diese bat ihre Gemeindepfarrerin, ihr zu helfen. Sie rief mich an und ich wiederum rief in Eritrea an. Das Ergebnis: Tocombia, ein Ort, an dem es sehr heiß und die Bevölkerung sehr arm ist, bekommt diesen Brunnen. Wir waren schon dort und haben das Elend der Menschen ohne Wasser miterlebt. Jetzt freuen wir uns so, als wäre es unsere eigene Wasserversorgung!

Es bleibt spannend in Eritrea und hier bei uns! Wir geben unseren Segen, Liebe, Verstehen, Geduld und auch Geld weiter – und bekommen viel Segen zurück in Form von Dankbarkeit, Freude, Fürbitte und Zuspruch. Wir haben ein reiches Leben.

Wir wünschen Ihnen eine schöne Advents- und Weihnachtszeit und ein von Gott bewahrtes neues Jahr 2013! bewahrtes neues Jahr 2013!
Es grüßt Sie herzlich der Vorstand von „Weiterleben“.

Hanna Stieglitz